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Hannah Dorfer, HIDALGO Händlerin aus Österreich

Hallo Hannah, erzähl uns doch ein wenig über dich, vor allem über deinen pferdischen Werdegang und natürlich wann und vor allem wie bist du auf den Lederbaum und vor allem Hidalgo gekommen?

Mit dem Pferderücken bekannt gemacht hat mich meine Mama schon 4 Wochen nach meiner Geburt…also wurde mir das Reiten im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt. Mit 6 Jahren durfte ich auf einem Gestüt zu lernen beginnen, welches unter der Ideologie der Wiener Hofreitschule und der portugiesischen sowie der spanischen Reitkunst – der Alta Escuela geführt wurde. Vier Jahre fast tägliche Sitzschulung an der Longe erwarteten mich. Der Unterricht war oft sehr hart – im Nachhinein bin ich aber für diese einmalige Ausbildung sehr dankbar… Reiten durfte ich meistens auf den Deckhengsten des Gestüts – von da an begeisterten und faszinierten mich auch besonders Hengste, zu denen ich als Kind schon eine besondere Verbindung hatte. Besonders zu dem erfahrensten Hengst am Gestüt hatte ich eine spezielle Beziehung, wenn er mich von 100 Meter Entfernung schon rufen hörte, galoppierte er mir im gestreckten Galopp entgegen und bremste genau 2 cm vor meinen Füßen ab um mir seinen Kopf als Begrüßung in die Arme zu legen. Beim Reiten versammelte er sich ganz automatisch unter mir bis zur Piaffe auf Zungenschnalzen, das war für so ein kleines Mädchen schon eine einmalige Erfahrung. Somit darf ich mich über ein sehr starkes Körperbewusstsein und Feingefühl freuen, was ich – hoffe ich – zu großen Teilen auch meinen Schülern vermitteln kann. Mein erstes eigenes Pferd bekam ich dann mit 10 – eine Connemara Stute aus Irland – sie lehrte mich empathisch und auch gleichzeitig die Führungsrolle zu sein, mit 16 kam dann meine Herausforderung – ein Menorquiner Hengst – die größte Botschaft die er mir vermittelt hat, ist gleichzeitig weich und trotzdem dominant zu sein, sozusagen die sanfte Führung. Darauf folgten unzählige Trainings – und Beritt Pferde sowie Unterricht und Fortbildungen bei Anja Beran, Eddie Willems, Honza Blaha, Matthias Einzinger, Kenzie Dysli und Family, Nathalie Penquitt usw….

Dank diesen besonderen Pferden und den richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt, stehe ich heute selbstbewusst und reflektiert zu meinem Wissen und Können!

Die Frage nach dem richtigen Sattel stellt sich ja relativ bald für jedes Pferd – Reiterpaar. Sogar als Kind habe ich schon bemerkt, dass das Sattelthema den meisten Pferdebesitzern – vor allem den „Freizeitottonormalverbrauchern“ – Kopfzerbrechen bereitet. Selbst wenn dann mal ein passender Sattel gefunden ist, verändert sich das Pferd permanent – vor allem wenn man nicht immer gleichmäßig trainiert und selbst wenn man immer nahezu gleichmäßig trainiert – welcher Durchschnittsfreizeitreiter schafft es denn das Pferd nahezu durchgehend MIT Rücken zu reiten? Da kenne ich nicht viele, oder eigentlich niemanden. Ergo, der Sattel sollte korrekterweise alle zwei bis maximal drei Monate kontrolliert bzw. verändert werden. Dabei treten allerdings mehrere Schwierigkeitsfaktoren auf, 1. Kosten – Nutzen Rechnung für den Verbraucher, selten hat ein Pferdebesitzer der das Reiten als anspruchsvolles Hobby nutzt, ein Budget von mehreren hundert Euro mehrmals im Jahr, 2. Lassen sich der Großteil der Sattelmarken am Markt nicht uneingeschränkt anpassen, sprich ein Sattel ist meistens nicht für alle Bemuskelungsphasen und Ausbildungsstufen geeignet. Außerdem zahlt man mittlerweile sehr oft einfach „Markengebühr“, was sich meiner Meinung nach aber nicht mit Qualität rechtfertigen lässt. Das Lederbaumsystem von Hidalgo zeigt aber anhand von Satteldruckmessungen und Langzeittests, dass der Baum sich uneingeschränkt an alle Trainingssituationen anpasst und mit dem Pferd „mitwächst“ Die Kissen können individuell an jeden Pferdetypen angepasst werden, auch an schwierige Rückenformen, da die Kammer mit der Bewegung des Pferdes nachgibt und sich mit der Zeit anpasst. Somit steht Hidalgo für ein pferdegerechtes Sattelsystem, durch ideale Druckverteilung und ein faires Preis – Leistungsverhältnis.

Wo liegen die meisten Defizite der vorhandenen Sättel, wenn du zu einem Kunden kommst? Mit welchen Problemen oder Schwierigkeiten wirst du häufig konfrontiert?

Die meisten Probleme zeigen sich bei der Widerrristfreiheit und der Auflage am Trapezmuskel. Vorsichtig geschätzt, denke ich, dass sicher 65 bis 75 Prozent der Pferde an Muskelatrophien, bedingt durch falsch angepasste Sättel leiden. Auch da kann Hidalgo mit den ausgeschnittenen Kissen punkten, die das „magische Dreieck“ freilassen um optimalen Muskelaufbau gewährleisten zu können.

 

Ein häufiges Gerücht ist, dass der Lederbaumsattel „schwammig“ wäre. Wie sind deine Erfahrungen als Trainerin mit dem Sitzgefühl in den Hidalgos?

Also als schwammig kann ich die Hidalgos nicht bezeichnen, man darf einen Lederbaumsattel nicht mit einem Baumlosmodell vergleichen, denn diese sind schon sehr oft schwammig, da man in dem Fall meistens mit dicken Pads – Lammfellbeschichtung usw. arbeitet und man dadurch vom Sitzgefühl her sehr weit weg sitzt. Die Hilfen auf unseren Lederbaummodellen kommen ausgesprochen gut zum Pferd durch – ohne Druckspitzen zu verursachen und ohne dass man ungefedert – wie oft bei einem Baumlossattel – in den Rücken des Pferdes fällt.

Ist es für viele Reiter eine große Umstellung?

Bis jetzt waren alle Kunden über das neue Sitz – und Bewegungsgefühl hellauf begeistert und auch über die veränderte Bewegungsfreiheit des Pferdes. Also eine Umstellungsphase im negativen Sinn könnte ich so nicht bestätigen.

Machen sich Defizite im Sitz stark bemerkbar? Der Lederbaum wird andererseits auch als sehr direkt beschrieben, die Hilfen kommen beim Pferd sehr deutlich an. Welche Erfahrung hast du gemacht, wie die Pferde auf den Lederbaum reagieren?

Ja schon, also die eigene Schiefe am Pferd spürt man selbst deutlicher mit Lederbaum. was aber durchaus von Vorteil ist, weil man sich seiner eigenen Fehler mehr bewusst wird. Bis jetzt hat jedes Pferd positiv auf den Sattelwechsel reagiert, selbst Pferde mit noch bestehenden Blockaden äußern sich sehr zufrieden bei der Umstellung durch verbesserte Vorhandaktion, Hinterhand Aktivität und weniger „pullen“ auf die Hand. „So, tu put it in a nutshell,“ würden jetzt die Briten sagen, verbessert sich schon beim ersten Ritt die Leichtigkeit und Kadenz.

Was ist dein persönliches Lieblingsmodell und warum?

Da sich in jedem Modell das bewährte Lederbaumsystem wiederfindet, kann ich das pauschal nicht beantworten, das hängt von den Präferenzen und Bedürfnissen des jeweiligen Pferd – Reiter – Paares ab. Ich persönlich reiten gerne auf den spanischen Modellen und den portugiesischen Dressursätteln.

Und welches Modell kommt bei deinen Kunden am besten an?

Wie vorher schon gesagt, kann ich das pauschal nicht sagen, die Bedürfnisse und Wünsche sind so unterschiedlich, aber durch die Vielseitigkeit in Funktionalität und Design von Hidalgo bleiben bei niemandem Wünsche offen.

Gibt es ein Pferd/Reiterpaar, dass dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Grundsätzlich kann ich mich an alle Kunden erinnern, ich frage auch regelmäßig nach der Zufriedenheit. Auch durch meine Arbeit als Pferdeosteopathin und Humanmedizinerin für Sporttherapie und Osteopathie bereiten mir die Fälle am meisten Freude, wo schon sehr viel Leidensweg davor war. Es ist so toll, wenn sich die Blockaden beim Pferd und auch beim Reiter lösen und die Erleichterung beiden ins Gesicht geschrieben s

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